Es ist ruhig in den Medien

 

und daher sind es auch die Märkte. Es steigt, langsam aber stetig. Entgegen meiner Vermutung zeigten die US-Märkte keinerlei Schwächeanzeichen. Höchstens zu Wochenbeginn der letzten Woche am Montag und Dienstag wurde die überkaufte Situation etwas abgebaut. Aber insgesamt nur, um wieder aufzutanken und so schloss der Markt an neuen Hochs und das sehr stark:

KW2_Rückblick

Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass zu diesem Zeitpunkt im Markt – nicht vergessen, wir befinden uns mitten in der Berichtssaison – alles passieren kann. Sowohl nach oben als auch nach unten. Das blöde auch, gerade wenn man nicht außerbörslich handeln kann, die Tatsache, dass große Bewegungen nach Börsenschluss entstehen können – wenn die Unternehmen berichten. Ich will und werde mich nicht aus dem Fenster lehnen. Man kann den Verlauf oben interpretieren wie man gerade gestimmt ist. Der Bulle sieht eine starke Konsolidierung, einen intakten Trend neue highs. Der Bär sieht einen bärischen Keil mit negativen Divergenzen, immer geringeres Momentum, andere vielleicht eine müde Seitwärtsbewegung.

Was ich auch immer sehe, ich sehe, dass es keine großen Bewegungen mehr gibt. Der Markt scheint „fair bewertet“. Es kommt in der gesamten Woche in einem engen Preisbereich zu Handelsdurchführungen. Bullen und Bären tauschen ihre Positionen schon seit längerer Zeit in diesem Bereich, so dass er in Zukunft aufgrund es hier umgesetzten Volumens enorm an Bedeutung gewinnt. Wir waren die Ganze Woche über im engen Punktebereich von 1450-70 mit – und das ist wichtig – steigender Tendenz. Ich hatte vermutet, dass der Markt drehen könnte Anfangs der Woche, aber es wurde sehr gut pariert am Dienstag. Das Low vom Dienstag sollte man sich nun als wichtige Unterstützungsmarke im Chart eingezeichnet lassen, ebenso wie den Moving-Average (EMA 400 im 5min-Chart, kann man auf andere Timeframes umrechnen). So lange beide Bereiche nicht fallen, lohnt es nicht auf ein Top zu wetten.

Da ich mich nicht festlegen will und die Situation nicht eindeutig ist, wird mein Plan sein, einige enge 4-5 Punkte Positionen zu handeln. Schnell rein, schnell wieder raus. Ich habe kein anderes Werkzeug für diesen Markt. Overnight halte ich nicht.

Gerade weil die Aktienmärkte so schwierig zu handeln sind, schaue ich lieber auf die Commodities. In Kupfer wurde ich vergangene Woche ausgestoppt, schaue aber weiter nach bullishen Settings. Werde mich auf jeden Fall hier mit einem Update melden wenn ich wieder eine Position eröffne… Ansonsten bin ich sehr gespannt wie es bei Gold und Silber weiter geht. Auch da kann man weiter bullish sein – auch dort bin ich übrigens ausgestoppt worden – aber, die Bilder sehen nicht sooo schlecht aus. Fangen wir an mit Silber. Erst die Daily-Einstellung, dann gezoomt:

Silber_daily

Hier Silber im Zoom (1h):

 Silber_1h

Ich sehe eine entscheidende Phase. Für eine long-Position eignet sich der Stopp von 30,05$, eine short-Position würde ich bei 30,92$ absichern. Egal in welche Richtung Silber ausbricht, es wird die Entscheidung werden. Ich würde den Bullen hier eine 60:40 Chance geben und ich werd Silber genauestens beobachten.. Der Grund ist das Verhalten des Marktes bei Bruch der 30er Marke. Normalerweise hätte eine starke Bärenbewegung dort einsetzen sollen, der Bruch wurde aber massiv aufgekauft. Die Bullen sind nun gefordert die 31er Marke zu knacken. Wenn dies gelingt ist der Weg frei nach oben bis min. 33,50€. Ein gutes Chance-Risiko Verhältnis finde ich.

Bei Gold ist es ähnlich:

 Gold

 

Die Dochte unten im Dailychart genau im Fibo-Retracementbereich bei 1640 sind doch ziemlich verräterisch und zeigen starke Unterstützung. Zumal auch dort ein wichtiger Moving-Average für eine Art „Doppelten Boden“ sorgt. Aber auch hier muss man nichts überstürzen, denn es gibt genügend Argumente für Bullen und Bären. Ich werde die 1690 abwarten und lasse mich ggf. long einstoppen. Shorts bei Bruch von 1640 kommen aber nicht in Frage, aufgrund Saisonaliät und der vergangenen starken Rückkäufe.

Das wäre es soweit, hoffe es war für den ein oder anderen etwas dabei. Leider liefern die Aktienmärkte derzeit nicht mehr. Das wichtigste ist und bleibt sich nicht gegen den Trend zu stellen. Ich melde mich sobald sich die Lage ändert und neue Positionen eingegangen werden. Das Inraday-Zeug interessiert die Wenigsten, denke ich..

Gute Woche, gutes Gelingen!!

 

 

9 Kommentare

  1. Wenn Dir langweilig wird, empfehle ich Dir mal Forex!
    Da gibt’s auch Charts, die sich bewegen:
    Seit den Wahlen in Japan geht der Yen ab wie ‚Schmitz Katze‘.

  2. Das hab ich letztes Jahr gemacht mit dem Ausflug zur Forex-Lotterie, auch wenn das ne chicke Bewegung ist beim Yen. Ging leider nicht gut letztes Jahr, ich habe meine Schlüsse gezogen und immerhin was gelernt:
    Ich habe keinen Vorteil in den Forex-Märkten. Überhaupt ist mir nur ein einziger Mensch auf diesem Planeten bekannt, der an den Forex-Märkten von Extern (so wie wir) mit gutem Profit handeln kann. Der Typ kann aber auch jeden Markt handeln.. Es ist wirklich nicht einfach mit Währungspaaren Geld zu verdienen. Ich werde es komplett sein lassen.
    Bei Gold und Silber sieht es ja auch nicht schlecht aus jetzt. Ich denke, dass da in 1-3 Tagen einige Stopps fliegen. Und auch im S&P Future bin ich heut short rein zum Handelsschluss. Weiter Stopp bei 1484, enges Limit bei 1458.

  3. Schon die Wortwahl ‚Lotterie‘ klingt ziemlich eindeutig!
    Wir Privaten haben doch eh keine Vorteile, wir handeln nach den Regeln der Charttechnik Wahrscheinlichkeiten. Selbst Saisonalität funktioniert im Forex!! http://www.seasonalcharts.de/future_waehrungen_yen.html

    Was für Vorteile hast Du außerhalb des Forex, außer Erfahrungen und Übung.

    Ich vertrete die These Markt ist Markt, solange er ausreichend liquide ist.

  4. Ich habe lange über Deinen Einwand zum „Vorteil“ nachdenken müssen, Klewe. Vielleicht ist die Wortwahl falsch, aber ich versuche es zu erklären:

    Wenn ich in den Aktienmärkten eine Position eingehe, dann habe ich als Trader (nahezu) volle Kontrolle über:
    1. Die Positionsgröße und damit über den maximalen Verlust (Slippage ausgenommen)
    2. Den Ausstiegszeitpunt
    3. – und da scheiden sich die Geister – Ich bin der Meinung eine >50% Erfolgschance zu haben wenn ich die Position in Trendrichtung eingehe. Ich glaube an Trends, ich glaube daran, dass Preisfindungen nicht zufällig sind, ich glaube daran, dass es eine Verbreitugsgeschwindigkeit von Informationen gibt. Der Erste gewinnt, der Letzte macht das Licht aus.

    Darüber hinaus kann ich meine Erfolgswahrscheinlichkeiten DEUTLICH erhöhen, wenn ich interne Marktinformationen hernehme (Volumen als einfaches Beispiel) und sie mit Preisinformationen vergleiche, noch besser: Wenn es diese Informationen in der Vergangenheit gegeben hat, kann ich mir anschauen wie die Marktteilnehmer dort reagierten. Man kann extrem viel aus der Vergangenheit zu lernen. Vergangenheit wiederholt sich, denn auch heute sind es Menschen – oder von Menschen programmierte Computer, die im Aktienmarkt teilnehmen. So erklärt sich auch meine 70% / 30% Trefferquote und das bei durchschnittlich größeren Gewinnen als Verlusten (zumindest bei longs).

    Eben diese internen Informationen fehlen mir z.T. bei den Forex-Märkten. Ich habe mich schlicht zu wenig damit beschäftigt und die von dir aufgezeite Saisonalität juckt mir etwas in den Fingern da mal tiefer einzutauchen. Wahrscheinlich hast du mit „Markt ist Markt“ Recht, aber ich würde hinzufügen. Die Werkzeuge sind andere, und müssen auf die Liquidität und die Marktteilnehmer angepasst werden. Vergleich mal z.B. einen langsamen „trendy“ BUND-Future mit einem extrem schnellen und wilden EUR/USD. Schau dir das Verhalten bei wichtigen Unterstützungen in den Aktienmärkten an (da kommt es zu einem Stopp-Loss Regen und einer Beschleunigung der Abwärtsbewegung) – wenn Du Dich im Forex Markt an solchen Stellen short einstoppen lässt, bist arm dran. Der Markt nimmt da nicht an Fahrt auf sondern dreht sehr rasch. So zumindest meine „teuren Erfahrungen“…

  5. Dann habe ich ja mein Ziel erreicht ;-)
    Im Ernst: die Kontrolle über die Punkte 1-3 hast Du aber auch im Forex-Handel!
    Ich vermute, dass Du bei Anwendung Deiner Regeln auch gute Erfolge im Forex haben müsstest, weil der Setup zur Anwendung Deiner Regeln die gleichen sind – wie Du selber schreibst: die Kursbewegungen verursachen Menschen (plus Maschinen). (Btw. hast Du schon mal von Maschinen-Handel im Forex gehört? Ich meine nicht Expert-Adviser, also programmierte Handelsstrategien.
    Ist vielleicht der Markt zu groß, um ihn mit Maschinen beeinflussen/manipulieren zu können??
    Richtig der Einwand zum Volumen, aber was ist zuerst, der Kurs oder das Volumen? Hier gelten andere, aber eigentlich mit Indices korrelierende Regeln. Impulse gehen häufig zu Wirtschaftsdaten-Veröffentlichungen aus.
    Auch im Forex gibt es ’schnelle'(GBPJPY mit einer Wochenrange von 430 Pips per heute) und ‚langsame’Währungspaare(USDCAD WR 46 Pips p. heute).
    Für alle was dabei.
    So, und noch ein Argument fällt mir ein: Trends in den Währungen dauern (fast immer) sehr, sehr lange an.
    Frag doch mal Deinen Bekannten, ob er Forex mit einem grundsätzlich anderen Instrumentarium handelt.

  6. Ich habe bislang einiges Geld am Forexmarkt verdient und trade auch Binäre Optionen. Natürlich ist es immer ein gewisses Risiko, hier zu handeln, wer aber umsichtig vorgeht, der kann sicherlich Gewinn machen.

  7. Aktien sind mir schon seit einiger Zeit ein wenig zu langweilig. Ich habe ebenfalls schon einmal ein wenig im Forexhandel versucht. ging ganz gut und kann ich jedem nur empfehlen. Natürlich muss auf einige Besonderheiten geachtet werden, aber ansonsten eine ganz prima Sache.

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