Bullenmarkt auf der Kippe

Wir haben in den kommenden 3 Tagen mit die wichtigsten zwei Ereignisse des Jahres vor uns. Am morgigen Mittwoch könnte die FED das Ende des „Quantittive Easing“ verkünden, was ich als Todesstoß für den Bullenmarkt werten würde, zum anderen steht am Freitag der große Hexensabbat bevor, der gern mal wichtiger Wendepunkt (ähnlich wie der im März) sein kann.

Die Märkte diese Woche sind klar geprägt vom manipulierten Handel hin zum Optionsverfall. Man konnte gute intraday Trades auf der Long-Seite einfahren. Saisonal typisch steigt es leicht von Montag bis Mittwoch, Gap Downs und Rückschläge dienen zum Long-Einstieg. Alles saisonal typisch für die Wochen des Hexensabbats. Bis Mittwoch haben die Banken die Kurse in den Regionen, die sie sehen möchten. Das sind offensichtlich die 2000 im S&P500, im DowJones im Bereich oberhalb 17.000, eher 17.100 Punkten. Soweit so gut.

Was folgen wird ist eine automatisch gesteuerte Verkaufswelle, die spätestens pünktlich zum Optionsverfall am Freitag beginnen wird. Diejenigen, die den Index Anfang der Woche aufkauften, lösen ihre Positionen auf. Zum Handelsstart am Freitag bin ich daher short, wahrscheinlich schon eher. Und genau da bin ich echt gespannt was die FED am Mittwoch von sich geben wird. Um 20Uhr geht es los. Jeder, der auch nur eine Aktie hält, sollte genau hinhören, was dort verkündet wird..!

Warum ist das hier ein ganz entscheidender potentieller Wendepunkt? Nun, die Indizes preisen mögliche Schwäche bereits im Vorfeld ein.

1. Der DAX hat ein „Death Cross“ hinter sich. Jeder Tagesschluss unter 9.500 Punkten wird ein massives Verkaufssignal auslösen. Aktuell ist die Zone um 9.500 bis 9.600 aber eine extrem starke Unterstützung.

dax

2. Der SmallCap Index der Staaten $RUT steht ebenfalls vor einem Death Cross:

rut

Ich bleibe hier in den nächsten Tagen auf Stand und werde mich unverzüglich melden. Ich werde noch NICHT short gehen. Es wäre strategisch sicherlich die logische Folgerung der Gedanken hier, aber es ist nicht der Handelsstil, den ich ausübe. Ich brauche erst die Bestätigung (von Schwäche) vom Markt. Die gibt es noch nicht. Wenn sie kommt, dann Mittwoch, oder Freitag. Darauf warte ich.

Zwei Worte würde ich gern noch zum Euro verlieren, weil mich die Aktionen der EZB so fürchterlich aufregen. Ich weiss nicht wie oft ich in vor 1-2 Jahren den Ausdruck „Der Euro muss gerettet werden“ hören müsste. „Alles müsse unternommen werden, um den Euro zu retten“, hieß es. Wo sind eigentlich all die Politiker heute, in den Zeiten des gefährlichen Abwertungsrennens von Draghi?? Oder war’s der Spruch mit dem Geschwätz von gestern? Sehen sie nicht, dass er alles unternimmt um den Euro abzuwerten? Aktuell passiert genau das Gegenteil von „Euro Rettung“ und alle schauen hin.

Man wolle alles tun um die Inflation zu erhöhen. Viel zu niedrig sei sie. Doch was ist die Inflation? Der frei zusammengestellte Einkaufskorb, der die Lebenshaltungskosten messen soll, der alle Gesellschafts- und Einkommensgruppen in einen Topf schmeißt und  sämtliche Freiheiten zur Manipulation lässt!? Wenn ich mir den Immobilienmarkt anschaue, der freilich nicht im Einkaufskorb ist, sehe ich Inflation².

Langfristig ist davon auszugehen, dass der Euro ggü. USD pari laufen wird. Tragisch könnte das Ganze vor allem für die Schweizer Notenbanken enden, die aktuell den Franken stützen. Sie werden das vielleicht nicht durchstehen können auf Dauer. Der CHF/EUR Chart ist für mich einer der dringend zu beobachten ist in den nächsten Monaten:

chf

Viel Erfolg für den Rest der Woche!

 

0 votes

Trackbacks & Pings