Wendephase.

Noch vorgestern schrieb ich, dass jetzt die besonders kritische Phase ansteht, in der es gilt die Defensive zu stärken. 2 Tage später mit einem DAX Stand, der über 5% seit dem eingebüßt hat, heißt es den Ausgang zu nehmen und das Risiko rauszunehmen. Ich habe heute die Longs auf DAX sowie die KUKA Aktie mit kleinen Verlusten geschlossen. Das Investitionsvolumen im Wiki ist damit auf knapp 30% geschrumpft. Die 3 anderen Aktien konnten drin bleiben, da sie noch von ihren Stopps entfernt sind.

Vielleicht ist gestern und heute eine größere Abwärtsbewegung gestartet. Hier zwei Charts vom DAX und S&P500 mit den letzten beiden Bullen-Unterstützungen. Wenn diese fallen, gehe ich 100% short

.spx_support

 

dax_support

Aktuell, d.h. nach über 5% in 2 Tagen und einem DAX genau an der Unsterstützung von 11.000 Punkten will ich keine shorts zulegen, hierzu muss erst einmal eine mögliche Gegenbewegung abgewartet werden. Ein mögliches Szenario wäre beispielsweise, dass der DAX wieder zurück zum MA 50 läuft (blaue Linie im Chart). Dort wird sich zeigen, ob die Bären vorn liegen. Dort sehe ich jedenfalls eine bessere Möglichkeit in short-Postionen zu springen. Hierzu muss es aber weitere Schwächesignale geben.

Untermauert wird das bärische Szenario von einer Fundamental-Nachricht aus China. Dort hat die Regierung den Yuan um weitere 1,6% abgewertet. Wenn man so will wird hier also möglicher Weise eine Konjunkturabschwächung in China gespielt. Es zeigt auch. Wahrscheinlich wird es zukünftig nicht mehr reichen nur die Wirtschaftsdaten der USA zu bewerten sondern auch der Chinesen, denn sie haben was die Wirtschaftskraft betrifft mittlerweile die Nase vorn. Eine Abschwächung des Konjunktur in China hat weltwirtschaftliche Folgen.

Möglicher Weise erleben wir gerade den Start einer großen Korrektur der Aktienmärkte. Das “Gezappel” im S&P seit Februar würde dann perfekt in ein Gesamtbild einer großen Top-Formation passen. Spannend, auch für den weiteren Verlauf des Wiki-Depots, in dem es nun gilt mit den Qualitäten der Verteidigung zu überzeugen. Eine mögliche 10-20% Korrektur am DAX würde ohne Eingriffe eine 20-40% Korrektur im Depot bedeuten. Derzeit, mit 131 von 145 bin ich mit rund 10% drawdown nicht unzufrieden. Wie schon gesagt, wir haben hier eine Marktphase, die keine großen Sprünge nach oben zulässt. In diesem Markt muss man verteidigen und nicht angreifen.