{"id":2058,"date":"2012-12-26T20:41:12","date_gmt":"2012-12-26T18:41:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.depotblog.de\/?p=2058"},"modified":"2012-12-26T20:41:12","modified_gmt":"2012-12-26T18:41:12","slug":"trading-report-moneymanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.depotblog.de\/?p=2058","title":{"rendered":"Trading-Report &#8211; Moneymanagement."},"content":{"rendered":"<p>Bevor ich mit der Auswertung der Trades beginne will ich auf die Fragen aus den letzten Postings eingehen. Dort wurden insbesondere Fragen zum Money-Management formuliert, auf die ich nun eingehen will.<\/p>\n<p>Im Prinzip orientiere ich mich an der <a href=\"http:\/\/www.tradesignalonline.com\/de\/lexicon\/view.aspx?id=MH+15%3A+Money+Management%3A+Optimal+f\">&#8222;Optimal f&#8220;- Formel von Ralph Vince<\/a>. Das Problem daran ist nur, dass sie den Trader bei Verlustserien, die nun mal leider fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kommen wenn ein Markt seinen Charakter \u00e4ndert, vor fast un\u00fcberwindbare psychologische Aufgaben stellt. Als ich das gemerkt habe, war mein Depot schon vor der Wand gefahren. Nach einer netten Gewinnserie in einem Trendmarkt setzte eine Top-Bildungsphase ein und ich war nicht schnell genug darauf eingestellt. Nach dem 5. oder 6. Minustrade in Folge begann ich Positionsgr\u00f6\u00dfen zu erh\u00f6hen um den Zwang die Verluste aufholen zu wollen nachzugeben. Das ist der t\u00f6dlichste aller Tradingfehler. Ich denke jeder muss ihn mal machen um zu verstehen wie unterbewusst gesteuert wir agieren.<\/p>\n<p>Ich hatte 2 Dinge dabei\u00a0gelernt:<\/p>\n<ol>\n<li>Die 0,5% Risiko-Regel ist vielleicht f\u00fcr ein Millionendepot ok, f\u00fcr ein kleines sicher nicht, da die Tradingkosten es fressen.<\/li>\n<li>Das Risiko, das ich\u00a0nach &#8222;optimal f&#8220;\u00a0eingehen m\u00fcsste, w\u00e4re vielleicht optimal f\u00fcr die performance aber nicht mit mir als Verwalter, weil ich die horrenden Drawdowns nicht verschmerzen kann. Also entschied ich mich f\u00fcr den klassischen Mittelweg:<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich betrachtete die l\u00e4ngste Verlustserie der letzten 12 Monate mit der Frage: Wieviel Depotverlust k\u00f6nnte ich mit dieser Serie verkraften? Ganz einfach eigentlich. Meine Verlustserien liegen normalerweise bei 5 misslungenen Trades in Serie. Im Projekt hier hatte ich mal 9 in Folge, mein Rekord liegt bei 11. Die Frage ist also: Wieviel verkraftet man, ohne anzufangen emotional zu werden und scheisse zu machen (auf gut Deutsch gesagt) ;)<\/p>\n<p><strong>Depothalbierung im Selbstversuch<\/strong><\/p>\n<p>Lange Rede kurzer Sinn, ich redete mir ein, dass ich eine Depothalbierung durchstehen k\u00f6nnte und begann den n\u00e4chsten Selbstversuch. Depothalbierung bedeutet, jeder Trade darf ca. 7% vom Depot fressen. Bei 10 misslungenen Trades in Folge ist die Halbierung perfekt. Sofern &#8211; ganz wichtig!! &#8211; man sich an die Spielregeln h\u00e4lt. Hei\u00dft: Liegt das Depot zu beginn bei 50.000, nach dem ersten Worst-Case Trade mit 7% bei 46,500, dann darf ich beim n\u00e4chsten Trade auch nur 7% von 46.500\u20ac risikieren und eben nicht 7% von 50.000. Nach dem n\u00e4chsten 7% Verlust muss ich die Positionsgr\u00f6\u00dfen auf ein 43.245\u20ac Depot berechnen u.s.w.<\/p>\n<p>Bevor ich nun erkl\u00e4re wie mein MM konret\u00a0aussieht,\u00a0warne ich ausdr\u00fccklich davor es nachzuahnen, weil das Money- und Risikomanagement sehr individuell ist. Der eine Trader kann mit den Positionsgr\u00f6\u00dfen umgehen, dem n\u00e4chsten sind sie zu gro\u00df, dem anderen zu klein. Der eine handelt 3 Punkte intraday, der n\u00e4chste will 50 Punkte in einem 4 Wochentrade machen. Jemand, der auf der 15-Min Ebene arbeitet braucht andere MM-Regeln, als jemand, der mit Daily-Kerzen agiert. Am besten ist sicher sich seine Verlustserien anzuschauen, s.o.<\/p>\n<p>Mein System sieht so aus: Ich lasse 20 Punkte Verlust maximal zu im S&amp;P. Wenn ich long bin und 20 S&amp;P Punkte hinten bin, kann was mit meiner Long-Idee nicht stimmen und daher fliege ich (sp\u00e4testens da)\u00a0raus. Die 20 Punkte dr\u00fcfen 7% des Depots fressen. Nach ca. 10 Minuspunkten fange ich an die Position\u00a0zu halbieren. Das System nenne ich &#8222;cut the losses&#8220;, es ist eigentlich professionell gesprochen ein &#8222;scale out&#8220;. Ich habe es schon einige Male hier erw\u00e4hnt, wichtig die\u00a0die Vorstellung:\u00a0Cut the losses. Schneide die Verluste ab. Sollte man sich bildlich vorstellen, damit es besser wirkt. Die Aufgabe eines Risikomanagers ist es die Risiken zu kontrollieren. Cut the losses &#8211; viel eindringlicher als &#8222;Verluste begrenzen&#8220;.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach beginnt sich die Spreu vom Weizen vor allem da zu trennen, wenn man hinten liegt. Nur wer gen\u00fcgend Distanz zu dem Geld, das er verwaltet, hat, ist in der Lage die Emotionen au\u00dfen vor zu lassen und diszipliniert, konsequent nach Regeln zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Der gute Trader agiert wie ein erfahrener Autofahrer<\/strong><\/p>\n<p>Stellt Euch vor, ihr seid auf der Bahn unterwegs. Im dichten Nebel. Nur Fahranf\u00e4nger und Volldeppen fahren da schnell. Der erfahrene Autofahrer geht vom Gas und wird vorsichtig. Wenn die Sicht frei ist und der Verkehr weniger wird, gibt er auch wieder richtig Gas. Beim Trading ist es genau so: Wenn man 3-4 Verluste erlitten hat in Folge, wei\u00df man, dass es nebelig ist und die Setups nicht mehr funktionieren. Die Volldeppen, geben hier Gas und wollen Verluste aufholen, die erfahrenen Trader gehen dagegen runter vom Gas, verkleinern die Positionsgr\u00f6\u00dfen und das so lange, bis die Trades wieder funktionieren, d.h. bis der Nebel sich gelichtet hat und die Sicht frei ist, um in die Metapher zur\u00fcck zu kommen. Das klingt alles einfach und logisch, braucht aber \u00dcbung, Hintergrundwissen und Disziplin. Das muss erlernt werden. Ich bin selbst hin und wieder noch in der Falle (in 2010 war es hier live im Blog zu verfolgen, Klewe wird sich erinnern..), aber &#8211; wie gesagt &#8211; es ist reine \u00dcbung.<\/p>\n<p>Good Trades!<\/p>\n<p>Lukas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor ich mit der Auswertung der Trades beginne will ich auf die Fragen aus den letzten Postings eingehen. Dort wurden insbesondere Fragen zum Money-Management formuliert, auf die ich nun eingehen will. Im Prinzip orientiere ich mich an der &#8222;Optimal f&#8220;- Formel von Ralph Vince. 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