Drawdown-Phase

Ich stecke gerade mitten in einer schwierigen Phase, in der ich das Kursverhalten nur sehr schwer einschätzen kann. Es ist ein zickiges hin und her in einer relativ engen Preisspanne. Immer wenn markante Höchst- oder Tiefststände durchbrochen werden, gibt es kein „follow-through“, also eine weitere Aufnahme des Trends sondern ein „Abfischen“ der Stopps mit einigen vielen und schnellen Punkten in Trendrichtung und sofortiger Kehrtwende.

Bestes Beispiel heut morgen im DAX. Overnight gab es ein deutliches Minus. Der DAX startete mit Gap-Down, nachdem er schon am Freitag schwach war (was mich zu einer Eröffnung von Shorts bewegte) und setzte seine Reise Abwärts bis zur Unterstützung bei 10.520 Punkten fort. Alles soweit so gut. Dann aber kam eine extrem schnelle Aufwärtsbewegung – knapp 150 Punkte ging es innerhalb von wenigem Minuten rauf. Gestartet an einer wichtigen Unterstützung. Das interpretierte ich mit „Boden“ und so verkaufte ich meine shorts. Wenige Stunden später, weiß ich: Ich verkaufte in der Nähe der bisherigen Tageshöchstkurs, denn von dort aus ging es sage und schreibe 300 Punkte wieder runter, um aber seit Lowest Low eben wieder 100 Punkte anzuziehen. So sieht das bisher aus:

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Auf „gut Deutsch“ – zum kotzen! Insbesondere die Herausnahme des Hochs von Freitag bei 10.600 Punkten hat mir und sicherlich vielen anderen auch Geld gekostet. Beim Ausstoppen habe ich immerhin ein Stopp Sell platziert bei 10.514 Punkten – für den Fall, dass ich doch Recht behalten mit meiner bärischen Einschätzung und wider Erwarten wurde es wenige Minuten später auch ausgelöst. Nun liegt die Position auch vorn, zeitweise über 100 Punkte und wird aktuell wieder auf 0 oder ins negative „abgearbeitet“.

Leider zeigt dieses Marktverhalten wieder einmal: In den Sommermonaten lässt sich nur sehr sehr schwer Geld verdienen. Mit mittelfristig angelegten shorts braucht man schon eine Menge Selbstbewusstsein und Zuversicht um diese extrem schnellen und schwer prognostizierten Gegenbewegungen mitzumachen.

Im S&P ist es nicht anders:

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Seit Anfang August bewegt sich der Index in einer engen Spanne zwischen ca. 2175 und 90 Punkten wild hin und her. Dabei werden neue Tiefstände mit einer großen Abwärtsbewegung wie am 17.8. mit Schwung rausgenommen um innerhalb weniger Stunden komplett in der anderen Richtung wenig später neuen Zwischenhochs zu markieren. Wer dann glaubt, ok – das Tief ist markiert worden wird dann wieder enttäuscht. Heute wieder das selbe.

Es hilft nix. Ich glaube wir müssen uns weiter gedulden. Meiner Ansicht nach ist dieses Verhalten ein „Topping-Behavior“. Vermutlich nehmen große Adressen viel Geld in die Hand um Stopps auszulösen, in die sie dann Ihre Positionen abstoßen. Vielleicht dauert das noch einige Tage oder Wochen. Ich möchte nur dabei sein, wenn es nach unten kracht, denn dann geht es sehr schnell und sehr weit. Es ist aber scheinbar noch viel zu früh in neue Lows zu verkaufen wie es aussieht. Daher will ich erst einmal mit angezogener Bremse weiter machen um mir nicht noch mehr Rückstand einzuhandeln…

Lesson Learned hieraus: Mit Shorts lässt sich Geld nur sehr, sehr schwer verdienen. Vor allem, wenn man früh dran sein möchte in einem austoppenden Markt.

Kein Handel in der Casino Woche

Ich könnte wie gewohnt jetzt ein Paar Charts bereit stellen, mit Statistiken untermauert und meine zukünftigen Positionen wieder darlegen und sie erklären – nur leider würde es in dieser Woche nichts bringen.

Es ist eine politische Woche. Für Trader wie mich gibt es in dieser Woche keine handelbaren Vorteile. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Ich denke, besonders heute zum Wochenstart konnte man ganz gut sehen was ich damit meine. Fast der gesamte Wochenverlust der vergangenen Woche ist aufgrund einer Stimmungsänderung übers Wochenende in England egalisiert worden. Wer in shorts übers Wochenende steckte, steckte heute nicht nur in shorts sondern auch in Problemen. Wer auf der anderen Seite noch am Freitag in longs steckte, war vermutlich tief im Minus und konnte heute zum Handelsbeginn der US-Börsen mit viel Glück aus seiner Position flüchten – zum Ende waren die Gewinne wieder dahin.

Nein, das ist nicht die Börse für Trader. Das sind Zockerbörsen. Ich finde im Casino lässt sich eleganter zocken als daheim am Rechner. Daher halte ich mich in dieser Woche komplett raus und ich kann jedem emfehlen darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoller ist als eine trotz Wahlprognosen völlig unvorhersehbare Wahlentschiedung in England, zumal – und das ist viel wichtiger – auch die Marktinterpretation der Wahlentscheidung völlig unvorhersagbar ist. Es ist ungefähr so, als würde man pokern ohne sein eigenes Blatt zu kennen. Ohne mich. Bis nächste Woche!

Die letzte Rallye vor einer größeren Korrektur

Habt ihr Euch vielleicht gefragt, weshalb ausgerechnet im Bereich 2025 Punkten im S&P Unterstützung aufkam Mitte des letzten Monats? Schaut selbst, dort verläuft der MA 50 weekly. Ich nehme hier mal bewusst ein Chartausdruck, der damals entstand – konkret am 20.5., als meine Entscheidung kam die Sommerrallye aktiver anzugreifen:

spx

Man kann von den Moving Averages halten was man will, aber ich finde Sie sind unverzichtbar in der Vorbereitung einer Handelswoche. Sie spielen sehr häufig eine große Rolle und sorgen für Widerstand oder Unterstützung. Oder eben manchmal auch nicht, aber genau das ist es ja bei der Chartanalyse. Die Suche nach den „tells“ – den Punkten, die signifikante Aussagen über Stärke und Schwäche generieren können oder könnten. Wenn eine Abwärtsbewegung an einem wichtigen Punkt wie dem Standard-MA im Weekly (oder daily usw.) aufhört und zu drehen scheint, dann wäre man schlecht beraten dort in der Nähe kurzfristig weitere neue prozyklische Einstiege zu suchen.

Diese Bereiche können für die Zukunft wichtige Pivots werden. Hier im Beispiel ist ein neuer wichtiger Bereich entstanden, der für die Zukunft bei Unterschreitung des Kurses von 2025 die mittelfristige Marktrichtung sich hin zu „bärisch“ ändert.

Der Durchbruch nach unten kann theoretisch auch schon nächste Woche passieren. Oder auch erst im kommenden Jahr oder wann auch immer so geschehen. Gut möglich auch, dass jetzt eine fulminante Rallye gestartet ist. Das weiß man eben nicht – schon gar nicht als Trader.

Es geht bei der Marktanalyse nicht um Prognosen, sondern um die Identifikation dieser „tells“. An einem solchen Punkt ist der S&P vor gut zwei Wochen angekommen und abgeprallt und so denke ich, dass jetzt wieder die Bullen am Zug sind und ihre Stärke weiter beweisen müssen. Immerhin haben sie es schon da unten und jetzt müssen sie weiter liefern. Und falls nicht, d.h. sollte es einen Tagesschluss unter 2025 geben, schalten bei mir alle Ampeln auf „rot“ und ich stecke von Kopf bis Fuß im Bärenkostüm.

Börsenindikator schaltet auf „Verkauf“.

Thomas Gebert ist den meisten deutschen Anlegern ein Begriff. Ich bin das erste Mal vor knapp 10 Jahren auf seinem „Börsenindikator“ aufmerksam geworden. Schon damals hat er meine Neugierde geweckt, aber leider habe ich ihn als „zu langfristig“ und daher als nicht relevant für meinen eher kurzfristig orientierten Handel eingestuft. Welch‘ Dummheit! Heute – mit einer ordentlichen Portion zusätzlicher Erfahrung weiß ich, dass er extrem bewährte und treffsichere Aussagen über die Marktrahmenbedingungen generiert und nicht in erster Linie perfekt „getimte“ (mein alter Deutschlehrer würde mich umbringen für dieses Wort ;-) Signale.

Es handelt sich um langfristige Signale, diese aber – und das habe ich damals nicht sehen können oder wollen, sehr wohl Relevanz für den kurzfristigen Handel haben. Heute weiß ich beispielsweise wie ernst ich mit einem aktiven „roten“ Börsenindikator Short-Signalen zu nehmen habe und wie unverzüglich und konsequent ich longs zu schließen muss. Ich kann mein Risiko völlig anders gewichten. Ein unschätzbarer Vorteil.

Ich werde in den Sommermonaten jedes Short-Signal agressiv handeln. Ich werde aber auch Long-Signale beachten – wie aktuell praktiziert. Diese allerdings vorsichtiger als bislang, was man an meiner vergleichsweise geringen Invest-Quote und dem hohen Aktienanteil im Vergleich zu gehebelten ETFs sehen kann. Das tue ich so lange bis sich die Rahmenbedingungen wieder entspannen, sprich vor allem bis der Börsenindikator wieder auf grün schaltet.

Schaut man sich die Rahmenbedingungen an den Aktienmärkten selbst einmal an, stellt man schnell fest, dass in den vergangenen 5 Quartalen die Gewinne der S&P Unternehmen rückläufig waren; -12% sind es insg. schon im Vergleich. Insbesondere der Energiesektor ist schwach. Zudem ist der Dollar stark und schwächt natürlich die Exporte der USA, wo die Musik spielt. Hier in Europa ist es noch recht ruhig, allerdings rückt langsam aber sicher Griechenland in den Fokus und auch der Brexit ist wieder am Horizont zu erkennen. Ich bin gespannt welches das Hauptthema sein wird diesen Sommer.

Aktuell ist es aber wie gesagt sehr ruhig, so dass es meiner Ansicht nach völlig fahrlässig wäre bereits shorts einzusammeln. Wir wissen ja wie lang Rallyes laufen können …

Mein Wiki ist übrigens Mitte des Monats am alten Top komplett aus meinen Aktienpositionen ausgestoppt worden. Die meisten waren knapp 20% im Plus. Ich bin sehr zufrieden. Die aktuell scheinbar gestartete Sommerrallye werde ich aber weiter noch vorsichtig long handeln. Der Juni ist hier ein bewährter bullisher Monat. Bislang bin ich wirklich zufrieden mit dem Verlauf, seht selbst ein Vergleich zum DAX.

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So bin ich guter Hoffnung, dass ich den Vorsprung weiter ausbauen kann, vor allem wenn die Märkte im Hochsommer drehen sollten. Aufgrund des roten Börsenindikators, gehe ich aktuell fest von einer größeren Korrektur aus. Es ist eine Frage der Zeit. Ich werde diesen Sommer weiter sehr genau hinsehen und konsequent sein bei aufziehenden Gewitterwolken am Aktienmarkt und halte Euch hier selbstverständlich auch aktuell.

Viele Grüße & gutes Gelingen!

Strategieupdate vor dem Sommer

Oder: Leider geht demnächst die saisonal günstige Phase zu Ende. Ich könnte auch sagen – Dieses Jahr wird es ernst für mich. Stammleser/Investoren wissen warum. Zunächst einmal vorweg ein Bild zum Hintergrund:

Kursanalyse

Zu sehen ist die Depotperformance meines Wikifolio in den vergangenen 3 Jahren auf die Monatsscheiben der einzelnen Jahre verteilt. Es handelt sich um Mittelwerte eines jeden Monats der jeweiligen Jahre.

Was ist zu sehen? In den saisonal günstigen Monaten Oktober bis Mai/Juni habe ich Jahr für Jahr höhere Kursstände verzeichnet. Im Juli/August/September dagegen ähneln sich die Kursstände meines Depots.

Positiv formuliert heißt es, dass ich mich leicht tue in den saisonal starken Monaten mein Depot nach oben zu bringen. Negativ betrachtet könnte man sagen, dass ich mich in der saisonal schwachen Phase vieles wieder abgebe bzw. dann auf der Stelle trete. Auf der anderen Seite wiederum kann man sagen, dass ich dennoch bislang auch in der schwachen Phase keinen „echten“ bzw. netto-Einbruch im Depot verzeichnen musste, denn in den vergangenen 3 Jahren war das Depot ausnahmslos (!) in jedem Monat höher als der des Vorjahres.

Wenngleich die Wahrheit im Detail etwas anders aussieht, denn brutto sind bei mir bis zu 20% Schwankungen nach unten drin gewesen. Und das Problem, welches dieses Jahr angegangen werden soll, ist nun man das „auf der Stelle treten“ in den Sommermonaten, denn die Mini-Gewinne in den Monaten 07-09 können niemanden ernsthaft zufrieden stellen – mich jedenfalls nicht.

Was ich mit dem Post heute aber auch verdeutlichen möchte, ist, dass es vielleicht auch in Eurem Trading durchaus kritische bzw. schwierige Phasen geben könnte und man sie mit ein wenig Arbeit sehr wirkungsvoll visuell auffinden kann. Und das ist immer eine Grundvoraussetzung für die Findung von geeigneten Maßnahmen und damit der Grundstein einer weiteren Entwicklung und Verbesserung. Die Abstellung der Probleme geschieht aber nicht von heut‘ auf morgen.

Ich kämpfe nun doch einige Jahre mit meiner schwachen Sommer-Performance und habe bereits einige Dinge ausprobiert. Im letzten Jahr war ich grundsätzlich zufrieden mit den letzten Maßnahmen, die mir vor allem halfen  ein horrendes Drawdowns im beim Mini-Crash im Spätsommer zu vermeiden. Jedoch war mein Ansatz damals zu defensiv, denn aufgrund des extrem gut gelaufenen Sommermarktes im Jahr 2013, lautete meine Devise „bloß keine shorts“. Im Sommer wollte ich 50% long oder flat sein und mein Depot mit Aktien, die sich mit einer relativen Stärke zum Gesamtmarkt kennzeichnen, erweitern.

Das Ergebnis war nicht ganz zufriedenstellend, denn im Verlauf der scharfen Korrektur musste ich Spitze – Spitze in knapp 2-3 Monaten wieder die gehassten 20% Drawdown hinnehmen (von denen ich mich allerdings sehr rasch erholen konnte).

Dieses Jahr werde ich etwas anders machen und offensiver handeln, d.h. auch mal short Positionen eingehen. Insbesondere im August und September. Ich werde in den Monaten davor – d.h. ab Mai bei Marktschwäche auch short-Positonen aufnehmen, diese allerdings auch „short“ halten – sowohl was die Positionsgröße betrifft als auch die Haltedauer. Maximal 5 Tage und raus.

Das haben meine Backtests ergeben. So soll mir dieses Jahr ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung meiner wie ich finde sehr defensiven Strategie im Wikifolio gelingen. Denn ich bin es satt regelmäßig einen guten Teil meines ersten Halbjahres wieder abgeben zu müssen.

Dieses Jahr will ich versuchen meine derzeit im Depot befindlichen 3 Top Aktien so lang wie nur möglich zu halten. Ich würde am liebsten alle 3 Titel die nächsten 2-3 Jahre gar nicht mehr verkaufen wollen – Auch wenn sie jetzt etwas an Power verloren haben und konsolidieren. In einigen Wochen stehen aber wieder die Quartalsberichte vor der Tür und das sollte ihnen wieder den nötigen Schub verleihen. Und falls nicht – na dann werden wir wieder kühl die Reißleine ziehen. Wie immer.

Das wird jedenfalls die Strategie sein bei den Aktien. Quartalsberichte abwarten und entscheiden ob ich eingreifen muss. Falls die Berichte positiv überzeugen oder gar überraschen, werde ich evtl. die Positionen vergrößern, aber mir immer noch ein Restpolster lassen um im ETF Handel auf den Dax flexibel reagieren zu können.

Habt ihr Fragen? Fragt? Ruhig auch hier im Kommentarfeld – so haben alle was davon

 

Outperformance durch Passivität

In den vergangenen zwei Jahren durfte ich eine große Lektion lernen. Ich nenne es „sich auf seine Hände setzen zu können“. Andere würden sagen: Passivität. Ein wesentlicher Bestandteil für den Börsenerfolg. Mit Sicherheit aber auch nicht unbedingt der Leichteste..

Ich habe keine Ahnung wie häufig ich mich in den frühen Jahren aufgeregt habe, Gewinne viel zu früh mitgenommen zu haben weil ich irgendwelchen „Überkauft-Signalen“ Glauben schenkte, auf tiefere Kurse zum Wiedereinstieg hoffte, weil ich Gewinne schlicht verbuchen wollte. Und wahrscheinlich auch, weil ich es vom intraday-trading gewohnt war. Für das mittelfristig orientiere Swing-Trading – oder Anlage-Trading oder wie auch immer man das Trading, das auf Zeitrahmen 2-20 Wochen Haltedauer orientiert ist, nennen möchte, ist das Gewinne-Mitnehmen wahrscheinlich der Performancekiller Nr.1.

Mittlerweile weiß ich, dass es genau drei Gründe gibt aus bullishen Märkte oder Aktien auszusteigen. 1. Sie sind nicht mehr bullish und reißen den Stopp, 2. Sie sind nicht mehr bullish und die Saison ist zu ende oder 3. Es gibt überraschende Nachrichten/Quartalsergebnisse, die negativ vom Markt bewertet werden.

Oder einfacher ausgedrückt. Alles, was ein mittelfristig orientierter Anleger tun muss in im Beginn der saisonal günstigen Phase ist auf einen starken Rücksetzer zu warten bzw. in der Phase des maixmalen Pessimismus nach Stärkesignalen zu schauen um zu akkumulieren. Da baut man seine Positionen auf mit dem Ziel sie mehrere Monate lang zu halten. Die Schwierigkeit besteht im Folgenden dann nur noch darin den Stopp diszipliniert nachzuziehen und noch wichtiger: Niemals per Limit aus der Position auszusteigen sondern immer nur per StoppLoss. Einzige Ausnahme ist hier wie schon gesagt der überraschende Quartalsbericht – bei mir war das vor einigen Wochen bei NEXUS der Fall, die schlechter als erwartet berichten.

Was ich sagen will, ist, dass die Fokussierung auf ein passives Verhalten und eine hohe „time in market“- Zeit extrem wertvoll und wichtig ist und letztlich das Trading sehr einfach macht. Im wesentlichen besteht es im ersten Schritt auf ein Warten auf einen Rückgang um einzusteigen, auf den Einstieg selbst und auf die Technik des Stoppverschiebens. Fertig. Nein, nicht ganz fertig – es müssen noch die Termine der Quartalsberichte bekannt sein, wenn man Aktien handelt. Aber dann hört’s auch auf.

Wenn man diese Lektion einmal begriffen hat, tut man sich auch leicht sein Handeln zu optimieren, denn man kann den Fokus auf die oben genannten 3 Teilschritte richten und jeden für sich optimieren. Ich habe 6-8 Jahre intensiven Handel, Selbstreflexion und Studium anderer Trader benötigt, bis mir das mal klar wurde. Vor 2 oder 3 Jahren las ich dann ein Interview mit einem bekannten Trader, dessen Name mir partout nicht mehr einfallen will, der gefragt wurde wie er gutes Market-Timing interpretiert. Seine Antwort war einfach: Gutes Market-Timing zeichnet sich vor allem durch eine hohe Time-In-Market Zeit aus. Und das unterschreibe ich.

Besten Gruß!

Börse im Aufzugsmodus

Es gibt einen alten und guten Spruch über die Wall-Street, der die Schnelligkeit von steigenden und fallenden Börsenkursen verdeutlicht: „Sie nehmen die Treppe rauf und den Aufzug wieder runter.“ Gemeint ist die Tatsache, dass normalerweise die Anstiegesphasen lange brauchen während die Rückgänge schnell (aber heftig) von statten gehen. Nicht selten brauchen große Anstiegsphasen 1-2 Jahre, um dann in nur 1-2 Monaten ihre Gewinne wieder komplett abgegeben.

Was wir in den vergangenen 6-8 Monaten erlebt haben, war allerdings – wenn man so will – der komplette Verzicht auf die Treppe. Sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtsrichtung ging es rasant und heftig zur Sache:

spx_fastmode

Quelle: freestockcharts.com

Wenn man den Zeithorizont aber erweitert, relativiert sich das Ganze etwas. Hierzu habe ich einen 5Jahres Chart in der Wochendarstellung gewählt und einen ATR(2) hinzugenommen. Warum? Dazu gleich mehr. Man sieht nun, dass da durchaus etwas dran ist wenn es heißt dass Anstiege lange brauchen. Für jeden erfahrenen Börsianer ist das nichts neues. Es auch stimmt, dass Korrekturen schnell und heftig ablaufen. Auch das haben wir sicherlich alle schmerzlich lernen müssen an der Börse.

Es gibt aber einen entscheidenden Unterschieder und der wird durch die Wahl des Zeithorizonts deutlich: Auf lange Sicht bleiben trotz heftiger Korrekturen höhere Kurse. Das heißt, dass die Korrekturen nur kurzfristig sind, eben Korrekturen. Oder um in der eingangs erwähnten Metapher zu bleiben: Die Fahrt im Aufzug nach unten macht nicht alle eklommenen Treppen wieder wett solange man den Zeithorizont lang genug wählt:

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Der Chart oben  ist unter mehreren Gesichtspunkten interessant, finde ich. Man kann schön sehen, dass in ruhigen, bullishen Phasen die ATR-Range von 2 Wochen sich im Bereich von 50 Punkten abspielt (für den S&P500). Seit Mitte 2015 allerdings, gibt es weit extremere Ausschläge. Diese gingen bis hin zu 120 Punkten beim Mini-Crash im Sommer letzten Jahres. Der Chart gibt aber noch mehr her:

Wir befinden uns nach wie vor in einer außergwöhnlich volatilen Phase. Unter volatil verstehe ich einen ATR(2)_weekly Wert, der über dem Durchschnitt von 200 Tagen liegt. Oder kurz: Über 50. Rein visuell ist es vielleicht einfacher zu interpretieren. Offensichtlich gibt es große Ausschläge bei der Wochnrange seit Ende 2015 – und genau das meine ich mit der eingangs erwähnten Börsenweisheit. Die Börse ist seit gut einem Jahr im Aufzugsmodus und mag die Treppe nicht mehr.

Im Chart oben lassen sich einige interessante Hinweise ziehen. Zum Einen, dass wie schon gesagt die Vola hoch ist, zum anderen aber auch, dass sie zurück geht, was positiv ist. Es könnte sein, dass demnächst wieder die Treppe gewählt wird.

Interessant ist auch der Blick auf den Preischart des S&P auf Wochenbasis mit den Bollinger-Bändern. Mit dem Kurs von 2022 ist man wieder im oberen Bereich. Der MA20(weekly) verläuft bei etwa 1995 Punkten und so lange sich der Kurs im oberen Bollinger-Bereich, also über MA20(weekly) befindet, ist die Situation bullish.

Das gilt es fest zu halten. Die Situation ist bullish. Der Markt ist bereit für höhere Kurse. Untermauert wird das von der EZB Entscheidung vergangene Woche und so zeigt sich auch der DAX:

 

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Ich habe im Chart oben eine grobe Zielrichtung eingezeichnet, die sich rein aus chart- bzw. markttechnischen Gesichtspunkten heraus ergibt. Der Bereich von 10.250 – 11.000 ist aus meiner Sicht bis Mitte bzw. Ende April erreichbar. Bei etwa 10.300 Punkten verläuft der MA200, der bis dahin mit sehr großer Wahrscheinlichkeit erreicht wird.

Sollte der MA200 und damit in etwa auch die große Diagonale (gelb im Chart), die sich aus den Hochs seit April 2015 ergibt, überwunden werden, wird es richtig bullish. Neue ATHs sind dann eine Frage der Zeit.

Ihr seht, ich bin derzeit alles andere als bärisch. Wir befinden uns in einer saisonal günstigen Phase, haben einen eben ein Drawdown von knapp 20% hinter uns gebracht – ein Wert, der in den vergangenen 20 Jahren das Maximum eines Jahres markierte. Daher ist es gut möglich, dass der Markt völlig bereinigt wurde und bereit ist für weitere große Anstiege. Daher ist die Wahl der Mittel für mich: entweder long sein oder flat aber keinesfalls short.

Der US-Markt scheint mit einem fulminanten Start in den März kurzfristig vielleicht etwas überhitzt und könnte – zumal nächste Woche der große Optionsverfall vor der Tür steht – etwas korrigieren. Der DAX aber hat noch einiges nachzuholen. Daher bin ich am Freitag auch wieder 100% long gegangen und hatte zuvor aufgrund der Unsicherheiten bzgl. des EZB-Meetings vorher auf 50% reduziert, was auch im Nachhinein sich als richtig erwieden hat.

Insgesamt bin ich zufrieden mit der Wikifolio-Performance der jüngeren Zeit. Zum ATH fehlen nur noch 4 Punkte bzw. 2%. Was mich natürlich am meisten freut, ist die Outperformance, die ich seit der Anpassung meines Handeln generiere:

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Quelle: Boerse.de

In der Wikifolio Rangliste, befindet sich mein Zertifikat aktuell auf einem äußerst unbefriedigenden Rang 111, den ich mir vor allem mit vielen gemachten Fehler in ersten zwei Jahren zuzuschreiben habe. Da gibt es noch einiges aufzuholen. Der Weg stimmt und das wiederum stimmt mich zuversichtlich.

beste Grüße und ein glückliches Händchen!

Lukas

 

Über Jahresdrawdowns

Es gibt genau zwei Auswertungen, die mich in den letzten Jahren als Börsianer nachhaltig beeinflusst haben –  eigentlich muss ich sagen – völlig verändert haben. Die erste Auswertung habe ich im Beitrag hier vorgestellt. Es beschreibt die Wahrscheinlichkeiten von Verlusten bei Long-Positionen auf den S&P500 abhängig der Haltedauer und beinhaltet im Wesentlichen zwei Kernaussagen: 1. Die Wahrscheinlichkeit für positive Erträge ist höher als für negative wenn man Long-Positionen handelt und 2. Notfalls brauchst du hierfür nur einen langen Atem und etwas Sitzfleisch.

Die zweite Auswertung, die mich in den letzten Jahren so nachhaltig veränderte, ist diese hier unten. Nicht auf aktuellsten Stand bzgl. der Drawdowns diesen Jahres (Erhebung 15.1.), aber trotzdem:

feeling

Quelle: J.P.Morgan Asset Management letter

Sie beschreibt die intra-year Drawdowns von den Peaks zu den lows innerhalb eines Jahrs und gibt auf der anderen Seite die jährlichen Erträge wider. Was sehen wir? Seit Messbeginn ab 1980 kommt es im Schnitt zu einem Drawdown von ca. 8-9%. Es gibt einige wenige Jahre, da korrigiert es bis -20% und in den bekannten Jahren mit Bärenmärkten – 5 an der Zahl in den vergangenen 35 Jahren – korrigiert es stärker als -20%. Im Peak bei -49% in 2008. Dieses Jahr beträgt das Dawdown übrigens ca. 12%…

Jetzt kann man schlussfolgern wie man will. Ich möchte mal folgende Rechnung machen:

Die Wahrscheinlichkeit einer >20% Korrektur beträgt 5/35 oder 14,28%. Das menschliche Gehirn kann diese Werte aber schwer fassen, daher anders formuliert – passend zur Börse – mit einer Wette:

Würdest du die Wette eingehen, bei der du 15% Erfolgswahrscheinlichkeiten hast? Kommt vielleicht auf den Einsatz an und die Erträge, richtig? Daher muss ich die Frage präzisieren: Wieviel Geld würde ich auf eine solche Wette mit knapp 15% Erfolgswahrscheinlichkeit setzen bei der die Erträge auch noch kleiner sind als die bei Verlust?? Diese Frage sollte man sich als Börsianer stellen.

Du hast 1000 € zum Zocken an der Börse. In 15% der Fälle gewinnst du 130€ durch setzen auf Shorts, in 75% der Fälle verlierst du damit 182€. Wie komme ich auf 130 und 182? Das sind die Durschnittswerte der Jahreserträge bei negativem Jahresausgang (130) und positiven Jahresausgang (182).

Wer würde denn von Euch eine solche Wette eingehen? Wenn ich die gleiche Wette umdrehe und longs agiere, klingt das Ganze schon viel besser, oder? Der Erwartungswert dieser Wette beträgt 117€ pro Jahr. (=0,75*182€ – 0,15*130€). Auch rein optisch wird deutlich, dass die Long-Seite wesentlich attraktiver ist. Aber es fühlt sich doch anders an alles an der Börse, nicht wahr?

Die Antwort darauf ist: Wir sind nicht rational. Wir fühlen den Schmerz der Verluste stärker als die Freude der Gewinne. Wir geraten ohne diesen Kontext da oben im Chart normalerweise in Panik wenn wir gerade in einem 10% Drawdown stecken – so wie jetzt.

Warum nicht stumpf einsteigen wenn die Märkte gerade eine 10% Korrektur hingelegt haben? Das wäre rational. Darüber darf ruhig nachgedacht werden. Ich halte das aufgrund der Fakten oben für ein höchst lukratives Unterfangen und rechne das in einem späteren Beitrag gerne mal mit einem Backtest aus.

Die Geschichte oben ist übrigens auch die Antwort auf die Frage weshalb ich schon wieder 100% long bin – und übrigens auch weshalb mich das herzlich wenig juckt, dass ich wieder etwas früh dran war damit.

Gute Woche und gute Zeit. Ich melde mich wieder wenn wir am MA 200 (daily) angekommen sind.

 

Markt taucht nochmal durch

Eigentlich – rein technisch, bzw. aufgrund der zahlreichen bullishen Intermarketsignale, stehen die Zeichen seit Anfang letzter Woche auf Rallye. Und dennoch. Der Markt tauchte vergangenen Freitag nochmal stark ab mit Minus 1,9% einschließlich eines „major distribution day“ mit über 90% der Aktien die negativ tendierten. Das wirft nun Fragezeichen auf.

Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass dieses Durchtauchen sehr selten und außergewöhnlich ist. Die Intermarket-Lage ist wie gesagt durchaus positiv:

  1. NYMO & NYSI zeigen Stärke

1_nysi

  • TRIN letzten Dienstag mit > 2, was häufig in zu mittelfristigen Lows führte i.d. Vergangenheit

2_trin

  • NYAD (AD-Linie) ist postiv

3_nyad

  • VIX ist im unteren Bollinger-Bereich

4_vix

All das sind eigenlich Anzeichen für positive Marktverhältnisse und somit für steiende Kurse.

Aber eben kein Muss – sondern nur eine Indikation. Dennoch blicke ich weiter bullish auf die komende Woche. Grund dafür ist die Unterstützunglinie bei 1865:

 

spx_1865

Dass diese Linie erneut angegriffen wird, halte ich für ausgemachte Sache. Vor allem nach einem so starken Abverkauf wie am Freitag, kann man zum Start der Woche von einem tieferen Tief als das von Freitag aus gehen.

Eine Marktwende direkt am Montag wäre untypisch, daher visiere ich hier auch wieder den Dienstag an. Wäre auch an der Zeit langsam, denn das bärische hin und her wird langsam nervig. Interessant wäre die Situation auch deshalb, weil im Bereich von 1865 Punkten auch das 38% Retracement der Aufwärtsbewegung liegt. Sollte dies gekauft werden, haben wir ein sattes, .d.h. mittelfristig stabiles Low. Ich schaue dann auf die gelbe Diagonale im Chart. Bei Überschreitung geht es dann endlich rund in long-Richtung.

spx_30m

Es wird auf so oder so eine höchst interessante Woche. Gutes Gelingen!

Bullishes Marktverhalten

Unter technischen Gesichtspunkten kann man mit dem Marktverlauf heute und gestern als Bulle sehr zufrieden sein. Ich bin es jedenfalls. Es fand gestern – am Montag 25.6. nochmal ein deutlicher Angriff der Bären statt, der allerdings bei der alten Unterstützung von 1855 Punkten im S&P Future abgewehrt wurde. So entsteht nun eine nette SKS Formation und eine markttechnisch solide Basis im gesamten Bereich zwischen 1850 bis 1900:

es_f

Die Situation ist nun relativ einfach. Kurse unterhalb von 1850 sind extrem bärisch und werden zu weitaus tieferen Lows führen als jenes vom 19. Januar. Jeder Kurs oberhalb von 1912 Punkten im Future wird allerdings ein Stopp-Loss Regen der Bären auslösen und dieses Szenario ist für mich das derzeit deutlich wahrscheinlichere. So gehe ich von weiter steigenden Kursen die nächsten Tage aus. Wichtig für einen echten, d.h. nachhaltigen Boden wird nun sein, dass es zu einer Serie von grünen Tagen kommt. Ich schaue jetzt auf die 5 von 7 Regel: Bedeutet. Ein großes Low mit mittelfristiger Relevanz liegt vor, wenn im Anschluss mindestens 5 der nächsten 7 Tage grün sind. Wir stehen aktuell bei 2:1 für Bullen, beide grünen Tage wurden bei hohen Up-Volume gehandelt. Das sieht soweit gut aus. Sollten aber in den kommenden Tagen noch zwei rote dazu kommen, kann man von einem demnächst folgenden, weiteren ernsten Angriff der Bären ausgehen.

Blanke Panik – Kaufkurse

Wir haben einen wirklich sehr spannenden Markt vor uns. Ich behaupte mal, dass nicht wenige mit einer Korrektur zum Jahresstart gerechnet haben, mit Sicherheit aber nur die Wenigsten mit einer derart deftigen… Wie auch? Es ist der „schlechteste“ Jahresstart der Geschichte der Märkte. Es herrscht wieder blanke Panik. Und das ist gut so. Sofern man eine Strategie hat und diese kontinuierlich verfolgt.

Gerade die Abwärtsbewegung letzte Woche Freitag mit im DAX (bzw. X-DAX) -4% tat vielen Anlegern besonders weh. Auch ich dufte vernehmen, dass ich ein 2-3 Tage zu früh dran bin – zumal es diesen Montag nochmal erheblich runter ging. Doch die Bewegung tut nicht weh, denn dank des Regelwerks bin ich im Moment sowohl mit keinen Positionen als auch mit kleinem Investitionsgrad unterwegs, so dass die Auswirkungen eines solchen shake-outs begrenzt bleiben. Das sind die üblichen Übertreibungen und die typischen Panik-Bewegungen, die man im Vorfeld nur selten auf dem Zettel hat.

Es war jedenfalls wieder eine von diesen besonders einprägsamen, grausamen Marktbewegungen, die uns Anleger demütig werden lässt und deutlich macht, das man „nur“ partitionieren und nie mitbestimmen darf… Nach 4-5 Jahren Friede, Freude, Eierkuchen, hat der Markt wieder Lektionen verteilt. Aber ist es wirklich so? Nein, nicht wirklich. Denn eigentlich wird jedes Jahr irgend eine Sau durch’s Dorf getrieben. Jüngst waren es die Griechen, die EZB und der Euro, der US-Bundeshaushalt, und und und. Dieses Jahr ist es dann eben China.

Wichtig ist der kühle Kopf und die Rückbesinnung auf die eigene Strategie, das Risikomanagement und nicht zu guter Letzt die Suche nach Einstiegsmöglichkeiten – trotz oder gerade wegen der Stimmung. Man muss schlicht und einfach diszipliniert weiter sein Ding durchzuziehen und sich nicht abschrecken lassen. Die Welt wird auch dieses Jahr nicht untergehen. Wir sollten aber wenigstens eine Sache hier mitnehmen. Und zwar wie wichtig es ist zu wissen wann die Reißleine zu ziehen ist. Aber eben auch wann man wieder kommen will.

Ich will das Thema China gar nicht klein reden, denn immerhin befinden sich jetzt sämtliche großen Aktienmärkte unterhalb der 200er Linie und damit nach meiner Definition nach im Bärenmodus. Was ich aber unbedingt hier im Beitrag los werden möchte, ist, dass es am Ende des Tages wichtig das Echo drum herum außen vorzulassen und einen Blick auf die Fakten und das eigene Regelwerk zu werfen. Und das sagt mir im Moment: Übertreibung nach unten! Das sind Kaufkurse für Swing-Trades hier. Warum

VIX mit Umkehrkerze am oberen Bollinger

vix

NYMO im Extrembereich

nymo

NYlow im Extrembereich

nylow

SPXa200R im Extrembereich

spxa200r

Nicht zu vergessen die Presse – als „weicher“ Marktstimmungsindikator

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(Quelle: Screenshot von Bild.de)

Das offene Gap im DAX im Berich 10.700 Punkten beispielsweise dürfte noch in Q1 diesen Jahres geschlossen werden – ich gehe jede Wette ein. Es würde mich wirklich nicht wundern, vor allem weil viele an den nächsten Untergang glauben. Wenn ich mir den DAX heute im Jahreschart anschaue, sehe ich aktuell ein higher low im Vergleich zu den zweien aus dem Sommer 2015:

Im SPX sind wir genau im Bereich der Lows vom August’15, die gekauft wurden damals. Auch heute wie es aussieht.

Ich werde hier in der saisonal günstigen Phase jedenfalls weiter mutig agieren – natürlich ohne das Depot vor zu große Risiken zu stellen. Ich bin mit 50% investiert, habe den Großteil der gesamten Abwärtsbewegung an der Außenlinie bzw. mit deutlich reduzierten Positionen verbracht, aber ich denke, dass jetzt die Zeit für mich gekommen ist, wieder den Investitionsgrad rauf zu fahren. Die nächste Woche wird es zeigen müssen. Bei anziehenden Kursen werde ich noch drauflegen auf der Long seite. Bin gespannt!

Übrigens – falls sich jemand fragt, weshalb ich nicht in shorts gegangen bin. Es ist Januar. Die Saison ist günstig. Da lauten die Regeln: long oder flat. Erst im Sommer darf ich shorts handeln.

Gutes Gelingen Euch!